In Deutschland entstehen immer mehr große Batteriespeicher, die Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Batteriespeicher aller Größen kommen inzwischen zusammengenommen bereits auf eine Speicherkapazität von rund 29,6 Millionen Kilowattstunden. Das geht aus den Daten der Battery-Charts der RWTH Aachen hervor.
Damit kommen sie immer näher an die bisher einzig andere größere Speicherkapazität in Deutschland heran: Die deutschen Pumpspeicherkraftwerke kommen auf rund 39 Gigawattstunden Speicherkapazität.
Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht weltweit eine wachsende Bedeutung der Technologie. Laut einer IEA-Analyse spielten Batteriespeicher aufgrund sinkender Kosten und steigender Flexibilitätsanforderungen weltweit eine immer wichtigere Rolle in den Stromversorgungssystemen.
Auch deshalb fordert der Bundesverband Solarwirtschaft bessere Bedingungen für die Installation von Stromspeichern. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig zufolge stünden viele Investitionen bereit. „Doch zu lange Netzanschlussverfahren und regulatorische Unsicherheiten bremsen den Ausbau.“
Zwar befinden sich weitere Projekte in der Planung, ihre Realisierung sei jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Der BSW warnt davor, dass der Ausbau „nicht an vermeidbaren bürokratischen und regulatorischen Hindernissen scheitern“ dürfe. Batteriespeicher seien „eine Schlüsseltechnologie“ für den Erfolg der Energiewende.