Die kommende Heizperiode wird wohl teurer

vom 30.09.2021

Die kommende Heizperiode wird wohl teurer werden als in den zurückliegenden Jahren. Insbesondere gilt das für Besitzer von Öl- und Gasheizungen.

Nach einer Prognose der Beratungsgesellschaft co2online führen vor allem die steigenden Energiepreise und der neue CO2-Preis in diesem Jahr zu voraussichtlich im Schnitt 13 Prozent höheren Heizkosten in Häusern mit Erdgas-Heizung. Bei Öl-Heizungen fällt die Steigerung mit 44 Prozent sogar noch höher aus. Am besten kommen Bezieher von Fernwärme sowie Betreiber von Wärmepumpen und Holzpellet-Kesseln mit einstelligen Steigerungsraten weg.

Laut co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz werde langfristiges Planen mit Heizöl und Erdgas immer schwieriger, da der 2021 eingeführte CO2-Preis künftig kontinuierlich steige. Loitz empfiehlt Hauseigentümer:innen deshalb, den Umstieg auf erneuerbare Energie zu prüfen. Bis zu 490 Euro im Jahr ließen sich so einsparen.

Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist in jedem Fall der starke Anstieg der Erdgaspreise. 40,6 Millionen Häuser und Wohnungen hierzulande werden mit Erdgas beheizt. Das sind 48,2 Prozent aller Wohneinheiten in Deutschland! Aufgrund des eher kalten Winters 2020/21 sind die Gasspeicher in diesem Jahr so leer gewesen wie nie zu dieser Jahreszeit; viele Staaten füllen die Gasvorräte deshalb aktuell auf. Dies und die parallel durchgesetzte geringere Erdgaslieferung Russlands via Ukraine üben Druck auf die Gaspreise aus.

Hinzu kommt, dass die Windkraft wegen relativ schwacher Windperioden bislang weniger Wind erzeugte als in den Vorjahren und Atomkraftwerke aufgrund des Atomausstiegs bzw. wegen zu hohen Alters (häufiger) ausfallen. Die europäischen Gaspreise haben deshalb 2020 um fast 500 Prozent zugelegt.

Als zusätzlicher Treiber erweist sich die Nachfrage nach Gas in Asien. Hier hat vor allem die Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG) für Rekordpreise gesorgt. Auch der weltweit größte Erdgasabnehmer China hat seine Lagerbestände nicht schnell genug aufgefüllt. Mehrere chinesische Provinzen rationierten bereits Strom für Industriebetriebe, um die Ziele des chinesischen Präsidenten Xi Jinping für Energieeffizienz und geringere Umweltbelastungen nicht zu gefährden.

Die Gassparbemühungen lassen nach