Dritte Kohleausschreibung war unterzeichnet

vom 14.07.2021

Die Bundesnetzagentur hat das Ergebnis der letzten Ausschreibungsrunde nach dem Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) bekanntgegeben. Die dritte Ausschreibung war mit einem eingereichten Volumen von rund 2.130 Megawatt erstmalig unterzeichnet – ausgeschrieben waren 2.480 Megawatt. BNetzA-Präsident Jochen Homann sieht die aktuelle Runde dennoch als Erfolg: „Der Kohleausstieg geht stetig voran […], auch in der dritten Runde gab es eine rege Beteiligung am Verfahren.“

Insgesamt wurden elf Gebote eingereicht. Als positiv wertet die BNetzA trotz der Unterzeichnung, dass kein Gebot zurückgeweisen werden musste. Das größte Gebot hat eine Leistung von 717 Megawatt und das kleinste von 8,4 Megawatt. Die Gebotswerte liegen zwischen 0 und 150.000 Euro pro Megawatt. Die erfolgreichen Gebote erhalten jeweils die Höhe des individuell gebotenen Wertes für die Stilllegung. Sie dürfen ab dem 31. Oktober 2022 keine Kohle mehr verfeuern. Bevor dies der Fall ist, prüfen die Übertragungsnetzbetreiber jedoch noch eine mögliche Systemrelevanz der betreffenden Anlagen. In diesem Fall würden die Kraftwerke dann für die Netzreserve bereitgehalten, dürften aber keinen Strom mehr am Markt verkaufen.

Erstmals hat weltweit die Grünstrom- die Kohlestromproduktion überholt.