DUH-Hitzecheck: 12 Millionen stark betroffen

vom 13.06.2025

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat ihren zweiten Hitzecheck veröffentlicht. Wurden 2024 bei der Bewertung der Städte nur das Maß an Bodenversiegelung und das Grünflächenvolumen berücksichtigt, kamen nun die Oberflächentemperatur und die Bevölkerungsdichte hinzu.

Daraus ergibt sich ein sogenannter Hitzebetroffenheitsindex (HBI). Erfasst vom DUH-Hitzecheck sind alle Städte in Deutschland mit über 50.000 Einwohnern (190). Für den Fall „extremer Belastung“ vergibt die DUH eine rote, für durchschnittlich betroffene Gebiete eine gelbe und für weniger betroffene eine grüne Bewertung.

Im neuen Hitzecheck sind 31 Städte rot, 131 gelb und 28 grün eingestuft. Auf den ersten drei Plätzen liegen Mannheim, Ludwigshafen und Worms. Dort leben um die 90 Prozent der Bevölkerung in stark von Hitze belasteten Gebieten.

„Grüne“ Städte liegen vor allem im Norden. Sie profitierten von vergleichsweise moderaten Sommertemperaturen.

Laut der DUH leben von den insgesamt in der Erhebung erfassten 34 Millionen Städtern mehr als zwölf Millionen in rot gekennzeichneten Gebieten. Diese seien an ihrem direkten Wohnort extremer Hitzebelastung ausgesetzt, denn es träfen hohe Temperaturen, dichte Versiegelung und zu wenig Grün zusammen.

DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz fordert denn auch: „Die Städte müssen grüner werden“. Das sei die Maßnahme, die tatsächlich für Verschattung, Abkühlung und saubere Luft sorgen könne.

Es gehe der DUH bei ihrer Erhebung nicht um ein „Abwatschen“ verantwortlicher Politiker, sondern um einen Weckruf an die Städte, dass gehandelt werden muss. Dass dabei Orte im Süden mit viel Industrie und versiegelten Böden schwierige Bedingungen haben, sei keine Entschuldigung, nichts zu tun. 

Das zurückliegende Jahr war das drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.