Für die Elektromobilität läuft es weiterhin gut. Und es könnte sogar noch besser werden. Das zeigt die sogenannte „eReadiness“-Studie der Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers (PwC). Dafür wurden rund 4.600 Menschen aus sieben europäischen Staaten befragt. Und über die Hälfte der Befragten will sich in den nächsten zwei Jahren ein Elektroauto kaufen.
Weitere Ergebnisse der Studie: Bereits sechs Prozent der Befragten haben selbst ein Elektroauto, 2021 waren das erst vier Prozent. Der Hauptvertriebsweg bleibt dabei der Händler des Vertrauens. Aber digitale Vertriebswege werden wichtiger. Mehr als die Hälfte der E-Auto-Besitzer geben an, aufgrund von Preisvorteilen, Bequemlichkeit und Warenverfügbarkeit ihr nächstes E-Auto möglicherweise online zu kaufen. 55 Prozent nahmen Kaufanreize wie staatliche Förderungen oder Rabatte in Anspruch. Allerdings geben 77 Prozent an, dass sie ihr E-Auto auch ohne Zuschüsse gekauft hätten.
Die Studie erstellt auch einen „eReadiness Index“. Hier belegt Norwegen weiterhin die Pole Position mit einen Indexwert von 4,5 von 5. Deutschland kommt mit einem Wert von 2,6 auf Platz vier. Grund ist vor allem die unzureichende Lade-Infrastruktur und eine ausbaufähige Nachfrage.
Hinsichtlich des Staatsziels, bis 2030 mindestens 15 Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen zu haben, malt die PwC-Studie ein eher düsteres Bild. Denn laut PwC werden dann wohl nur 10,5 Millionen Elektroautos zugelassen sein. Selbst 15 Millionen wären laut PwC zudem ein unzureichendes Ziel, um die selbstgesteckten Klima- und Umweltziele einzuhalten. Dafür wären 15,8 Millionen E-Autos nötig.