EEG: Höhere Kosten für Bundeshaushalt

vom 27.10.2026

Foto: vegefox.com, stock.adobe.com

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben ihre Kostenprognose für die Förderung erneuerbarer Energien in 2027 veröffentlicht. Danach liegt der Bedarf bei 17,52 Milliarden Euro – und damit über eine Milliarde Euro höher als vom Bund geplant.

Aktuell plant Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit der Novelle des EEG, die Förderkosten künftig zumindest für Neuanlagen extrem zu begrenzen. Sie sollen zum einen enger an den Netzausbau gebunden werden, zum anderen über die Pflicht zur Direktvermarktung wieder mehr marktliche Bindung erhalten. Die EE-Branche fürchtet, dass damit die Energiewende ausgebremst wird.

Die Höhe des Bundeszuschusses zur EEG-Förderung hängt maßgeblich von den Börsenstrompreisen ab. Erzielen Wind- und Solarstrom hier zu niedrige Preise, gleicht der Bund die Differenz zur garantierten Vergütung aus.

Vor allem die weithin dominierenden privaten PV-Anlagen lassen die Börsenstrompreise im Frühling und Sommer sinken. Am 1. Mai 2026 wurde so eine negative Rekordmarke von 500 Euro pro Megawattstunde genommen.