Energieeffizienz-Netzwerke: Bilanz des 2. Bochumer EEN

vom 16.11.2023

Neun Bochumer Unternehmen hatten sich vor rund drei Jahren im 2. Energieeffizienz-Netzwerk zusammengeschlossen, um die Energieeffizienz in ihren Betrieben zu steigern und Treibhausgasemissionen zu senken. Auf der Abschlussveranstaltung bei den Stadtwerken Bochum zogen die Teilnehmer Bilanz.

Über alle Unternehmen hinweg werden fortan jedes Jahr 2.330.000 Kilowattstunden Strom eingespart und somit jährlich rund 711 Tonnen CO2 vermieden. „Das ist ein beachtlicher Erfolg, der nachhaltig wirkt“, betont Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum. „In Zeiten des Klimawandels ist der effiziente Einsatz von Energie immer wichtiger. Vor allem bei Unternehmen sind oftmals große Einsparpotenziale vorhanden, die ohne Komfortverlust gehoben werden können.“

Zu mehr Energieeffizienz führten in Summe zahlreiche Einzelmaßnahmen. Zu den größten Projekten zählen die Installation von Photovoltaikanlagen beim VfL Bochum, den WasserWelten und dem Umweltservice Bochum, die Optimierung von Beleuchtungsanlagen mittels moderner LED und die Umstellung von Firmenfahrzeugen auf Elektroantrieb.

Von den Vorteilen des Netzwerks ist Frank Thiel überzeugt: „Im gegenseitigen Austausch konnten Einsparpotenziale leichter erkannt, Synergien genutzt und Erfahrungen der Netzwerkpartner ausgetauscht werden. Eine starke Gemeinschaftsleistung im Sinne des Ressourcen- und Umweltschutzes.“

Neben den Bochumer Stadtwerken, die als Träger und Moderator des Netzwerks fungieren, und dem Bundesligisten VfL Bochum zählen acht weitere Unternehmen zu den Mitgliedern des 2. Bochumer Energieeffizienz-Netzwerks.

Der Bochumer Energieversorger versteht sich dabei nicht als Anbieter von eigenen Produkten: „Unsere Rolle ist die des Vermittlers und Moderators. Deswegen haben wir die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) als unabhängige Koordinations- und Beratungsstelle mit an Bord geholt“, so Marc Vogel, Leiter Energiedienstleistungen und Wärmelieferung bei den Stadtwerken Bochum. Die ASEW hat seit mehreren Jahren Erfahrung mit der Organisation von Energieeffizienz-Netzwerken. Zudem begleiten unabhängige energietechnische Berater der Bochumer fmsc GmbH sowie Fachreferenten die Netzwerktreffen und beraten die Mitgliedsunternehmen.

„Für viele Maßnahmen konnten wir Kostenvorteile für die Mitglieder ausschöpfen, zum Beispiel in Form von Förderprogrammen, Zuschüssen oder vergünstigten Krediten. Hier kam das Know-how unserer Effizienzberater den Partnern zugute, die diese Finessen bereits in den Planungen berücksichtigten“, erklärt Marc Vogel.

In naher Zukunft soll es ein weiteres Energieeffizienz-Netzwerk in Bochum geben.

Das 2. Bochumer EEN zieht eine Einsparbilanz