Mehr als eine halbe Million Fachkräfte: So viele fehlen in der kommenden Dekade hierzulande für den Ausbau von Solar- und Windenergie sowie Wasserstoff. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Prognos-Instituts, die im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) erstellt wurde. Selbige fordert deshalb eine frühe, praxisnahe Berufsorientierung.
Laut Achim Dercks von der DIHK gingen viele Unternehmen davon aus, dass die Transformation aufgrund des Fachkräftemangels länger dauern werde und die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien nur teilweise erreicht werden könnten.
Rund 250 Berufe seien zum Ausbau von Solar- und Windenergie sowie Wasserstoff wichtig. In diesen fehlten branchenübergreifend bis zum Jahr 2035 rund 560.000 Mitarbeiter.
Die DIHK empfiehlt, schon in Schulen eine praxisnahe Berufsorientierung anzubieten sowie Zusatzqualifikationen ergänzend zur dualen Ausbildung zu erarbeiten. Außerdem müssten mehr Frauen und ältere Fachkräfte im Arbeitsmarkt gehalten werden.