Die Energiewende hat deutliche Spuren in Deutschland hinterlassen. Der deutsche Strommix ist dadurch zur Hälfte regenerativ. Wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilen, habe der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch im bisherigen Jahreslauf konstant bei mindestens 50 Prozent gelegen. Über die ersten drei Quartale betrachtet stieg der Anteil im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um 5 Prozentpunkte auf 52 Prozent.
Noch deutlicher ist diese Entwicklung an der Brutto-Stromerzeugung abzulesen. Hier stieg der Anteil regenerativer Erzeugung um 8 Prozentpunkte auf 53 Prozent. Laut BDEW sei das darauf zurückzuführen, dass Stromerzeugung und -verbrauch insgesamt rückläufig waren: Die Stromerzeugung zwischen Januar und September lag 13 Prozent unter Vorjahresniveau.
Die konventionellen Energieträger trugen mit knapp 47 Prozent zur Stromerzugung bei. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres lag der Anteil noch bei etwas mehr als 55 Prozent.
Die wichtigste Energiequelle für Deutschland bleibt weiterhin Windenergie. Aus Windenergieanlagen stammte knapp ein Viertel der deutschen Gesamterzeugung. Der mit Abstand größte Beitrag kam von Onshore-Windrädern (21 Pozent). Photovoltaik trug 15 Prozent der Erzeugung. Für Juni verzeichnet die ZSW-Statistik hier sogar einen neuen Rekord: Mit 9,8 Terawattstunden erzeugten PV-Anlagen 16 Prozent mehr Strom als im Vorjahresmonat. Der Anteil der Biomasse lag bei 9 Prozent, Wasserkraftwerke trugen rund 4 Prozent bei.