EU: 300 Milliarden für Energieunabhängigkeit

vom 23.05.2022

Die EU will künftig unabhängig von fossilen Energieimporten aus Russland werden. Das wird, da ist sich die EU-Kommission sicher, nicht leicht. Aus diesem Grund sollen und müssen nach Kommissionsansicht bis zum Ende der Dekade bis zu 300 Milliarden Euro investiert werden. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte dazu einen Plan, der nicht nur mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bringen, sondern auch die Energiewende beschleunigen soll.

Bei der Präsentation des Plans sagte von der Leyen, die EU müsse die Abhängigkeit von Russland im Energiebereich so schnell wie möglich verringern. Das erfordere erhebliche Investitionen und Reformen. „Wir mobilisieren zu diesem Zweck bis zu 300 Milliarden Euro.“ Der Plan werde für den europäischen „Grünen Deal“ den „Turbo zünden“. 

Parallel schlug die Kommissionspräsidentin vor, das Energiesparziel der EU für 2030 von 9 auf 13 Prozent zu erhöhen. Auch soll der Anteil erneuerbarer Energien in der EU bis 2030 von bisher geplant 40 Prozent auf 45 Prozent steigen.

Zur Zielereichung plant die EU-Kommission unter anderem Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energie-Projekte zu verkürzen, eine Solardachpflicht einzuführen und mehr klimafreundlichen Wasserstoff zu importieren.

Auch die EU-weite Infrastruktur soll ertüchtigt werden. Die anvisierten rund 300 Milliarden Euro sollen zum Großteil aus Krediten und Zuschüssen bestehen.

Auch das EU-Parlament will die Union von russischem Erdgasbezug lösen.