EU: Zehn Eckpunkte für mehr Energieautonomie

vom 08.03.2022

Die EU-Kommission will die gestiegenen Energiekosten für die EU-Bürger und -Bürgerinnen abfedern. Als Grundlage hat sie einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet. Darin geht die Kommission davon aus, dass die Gas- und Strompreise bis mindestens 2023 „hoch und volatil“ bleiben. Da die EU mehr als 40 Prozent der Gas-Importe aus Russland bezieht, habe dies die ohnehin hohen Energiepreise noch weiter in die Höhe getrieben.

Zur Abhilfe schlägt die Kommission eine „gemeinsame europäische Aktion für mehr erschwingliche, sichere und nachhaltige Energie“ vor. Das Ziel: Eine geringere Abhängigkeit von ausländischen Gas- und Ölimporten. Offiziell soll der Plan heute vorgestellt werden.

Der Kommissionsplan umfasst unter anderem einen verstärkten Dialog mit den Partnern über verflüssigtes Erdgas, „um in Zukunft konfliktreiche Marktpraktiken zu vermeiden“, einen Pakt für neue Energien, um zusätzliche Investitionen in erneuerbare Energien zu ermöglichen und die Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien schneller durchzusetzen, mehr Einsatz bei Energieeffizienzmaßnahmen wie Heizungstausch oder Gebäudesanierung sowie eine Steigerung der Biogaserzeugung auf etwa 35 Milliarden Kubikmeter bis 2030.

Auch das EU-Parlament will die Union von russischem Erdgasbezug lösen.