Förderung für grünen Wasserstoff

vom 23.12.2021

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am Tag vor Heiligabend 900 Millionen Euro für die Förderung von grünem Wasserstoff freigegeben. Dabei geht es um das „innovative Förderinstrument“ H2Global. Ziel dieses Projektes: Den internationalen Markthochlauf von grünem Wasserstoff voranzubringen. Dafür soll speziell das sogenannte Doppelauktionsverfahren angewandt werden. Hierbei wird Wasserstoff günstig auf dem Weltmarkt eingekauft und in einem zweiten Schritt in der EU meistbietend verkauft.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betonte anlässlich der Fördermittelfreigabe die „zentrale Rolle“ von grünem Wasserstoff für die Transformation der deutschen Wirtschaft. „Wir werden zukünftig einen hohen Bedarf an grünen [sic!] Wasserstoff haben und neben der Produktion in Deutschland auch Importe benötigen. Daher starten wir bereits jetzt den internationalen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und bauen über das Instrument H2Global langfristige Wertschöpfungs- und Lieferketten auf.“

Abgewickelt wird der internationale Wasserstoff-Einkauf über HINT.CO, eine Tochter der von der Privatwirtschaft gegründeten H2Global-Stiftung. Da der Produktionspreis von grünem Wasserstoff aktuell noch relativ hoch ist, wird der Einkauf zunächst mehr kosten als der Wieder-Verkauf einbringt. Die so entstehenden Verluste werden durch Bundesmittel für maximal 10 Jahre ausgeglichen. Das BMWi ist überzeugt, dass sich „[ü]ber die Zeit […] die Verluste reduzieren, da die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Energieträger absehbar steigen wird.“

Das Wasserstoffkernnetz nimmt Reservierungen entgegen.