Die Trading Hub Europe GmbH (THE) hat die Höhe der Gasbeschaffungs-Umlage bekannt gegeben: Sie wird ab 1. Oktober zunächt in Höhe von 2,419 Cent je Kilowattstunde erhoben.
Das heißt: Für eine vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 16.000 Kilowattstunden pro Jahr ergeben sich aus der neuen Umlage zusätzliche Kosten von rund 390 Euro netto pro Jahr.
„Das sind durchaus beachtliche Zusatzbelastungen für die Haushalte“, gibt ASEW-Geschäftsführerin Daniela Wallikewitz zu bedenken. „Und das ist noch nicht das Ende: Denn in drei Tagen wird mit der Höhe der Speicherumlage eine weiter neue Umlage fixiert. Hinzu kommt, dass sich nun bald auch die seit Monaten anziehenden Beschaffungspreise an den Gasmärkten beim Preis manifestieren. Erste Unternehmen haben die Gaspreise bereits, teilweise um mehr als 100 Prozent, erhöht. Diejenigen, die das noch nicht getan haben, werden über kurz oder lang nicht viele Optionen haben, als diesem Beispiel zu folgen.“
Zentral wird es nun sein, die Kundinnen und Kunden mit ihren berechtigten Sorgen nicht alleine zu lassen. Der Kommunikation von Stadtwerken kommt damit deutlich mehr als bisher eine wichtige, ja zentrale Aufgabe zu. „Niemand wird gerne über höhere Zahlungspflichten informiert. Wichtig ist es, die Kundinnen und Kunden ernst zu nehmen. Diese suchen nach Möglichkeiten, mit den Preissteigerungen umzugehen. Und hier können Stadtwerke ihre Rolle als Vor-Ort-Greifbarer ausspielen. Sei es eine Basis-Energieberatung, Tipps zu einfachen Gassparmöglichkeiten oder auch weitergehende Beratung etwa zu einem Heizungs-Contracting – die Menschen in unserem Land saugen momentan begierig alles auf, was hilfreich ist, um die Kosten zu dämpfen. Hier können gerade Stadtwerke ihre Expertise sowie die feste regionale Verankerung ausspielen. Der Vertrauensbonus, den sie nach wie vor genießen, hilft dabei zusätzlich.“