Der Füllstand der deutschen Gasspeicher ist (Stand 14. September) mit 55,93 Prozent deutlich geringer als in den Vorjahren. Verbreitete Kritik hat das Bundeswirtschaftsministerium nun aufgegriffen: Sowohl Sefe als auch Uniper sollen „Maßnahmen“ einleiten.
Wie der „Spiegel“ berichtet, hätten der während der Energiekrise verstaatlichte Gasimporteur Sefe (vormals Gazprom Germania) und der seinerzeit ebenfalls verstaatlichte Energiekonzern Uniper der Bundesregierung informell zugesichert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit bis zum Beginn der Heizperiode noch so viel Erdgas wie möglich eingespeichert werde.
Die Kosten dafür würden vom Markt getragen und nicht etwa über eine Umlage von den Gaskunden oder über direkte Zuweisungen aus dem Bundeshaushalt vom Steuerzahler.
Bislang kauften in den normalen Jahreszyklen Großhändler im Sommer Erdgas günstig ein, speicherten selbiges, um es im Winter wieder mit Gewinn zu verkaufen. Dies hat der Irankrieg zunichte gemacht, in dessen Folge die Erdgaspreise gestiegen sind.
Im vergangenen Jahr lag der Füllstand im September bei rund 75 Prozent und wurde im folgenden milden Winter dennoch knapp.