Deutschland will die Gasspeicherumlage abschaffen – zumindest an den Grenzübergangspunkten mit den Nachbarländern. Wie Wirtschaftsstaatssekretär Sven Giegold bei einem Treffen der EU-Energieminister sagte, habe sich die Bundesregierung entsprechend verständigt.
Die Umlage wurde im Herbst 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der daraus folgenden Energiekrise eingeführt und ersetzt der Firma Trading Hub Europe Kosten zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Die Umlage war in Europa heftig umstritten, denn sie verteuerte Erdgas besonders in Mittel- und Osteuropa.
Für das laufende Jahr indes wird sich wohl erst einmal nichts ändern. Denn für die Abschaffung der Umlage ist eine Gesetzesänderung nötig, so dass die Umlage frühestens Anfang 2025 entfallen kann.
Wie Giegold ausführte, sei es niemals die Absicht gewesen, mit der Umlage die Integration der Märkte in Europa zu behindern oder gar die Unabhängigkeit von Russland zu stören. „Es ist geradezu umgekehrt. Mit dieser Umlage wurde die Befüllung der Gasspeicher finanziert, die uns geholfen hat, den Markt in Europa unabhängiger und stabiler zu halten.“
Die Geltung der Umlage war erst kürzlich bis April 2027 verlängert worden. Ab Juli soll die Umlage von derzeit 1,86 Euro auf 2,50 Euro pro Megawattstunde steigen.