Grüner Wasserstoff aus Deutschland

vom 08.10.2021

Die Bundesregierung will Deutschland weltweit führend im Bereich Wasserstoff machen. So sieht es unter anderem die 2020 veröffentlichte Wasserstoffstrategie vor. Der Dresdner Elektrolysespezialist Sunfire lässt jetzt Taten folgen: Das Unternehmen will mehr als 100 Millionen Euro investieren, um in Deutschland grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Wie Sunfire-Geschäftsführer Nils Aldag der Deutschen Presse-Agentur sagte, sollen davon zunächst ein neues Werk errichtet sowie Elektrolyseure für die Erzeugung von Wasserstoff gebaut werden. Diese Produktionsanlagen sollen zu Beginn eine Leistung von 500 Megawatt erbringen. Parallel soll die Zahl der Mitarbeiter bis 2023 auf mehr als 400 wachsen – das wäre ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent.

Noch nicht festgelegt hat Sunfire, wo genau das neue Werk entstehen soll. Wie der Sunfire-Chef betont, könne selbiges aber nicht mitten in einem Stadtgebiet entstehen. Konkret bedeutet das: In der Nähe des Unternehmenssitzes, der sich nahe der Technischen Universität und in der Nähe von Einrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut befindet, wird eher nicht gebaut. Hier sollen Forschung und Entwicklung erfolgen.

Wasserstoff spielt in Sachsen aktuell schon eine größere Rolle. Das Land hat mit mehreren Projekten bei der europäischen Wasserstoff-Allianz einige Eisen im Feuer. Auch Sunfire ist hier Teil des Verbundes „H2-SARA“, dessen Ziel die Realisierung von Elektrolyseuren sowie Produktionsanlagen für Brennstoffzellen ist. Sunfire selbst war ursprünglich gegründet worden, um per Power-to-Liquid synthetische Kraftstoffe für verschiedene Verkehrsträger zu erzeugen. Da hierbei in einem ersten Schritt Wasserstoff generiert wird, kann das Unternehmen sein Know-how auch für Wasserstoffanwendungen nutzen.

Das Wasserstoffkernnetz nimmt Reservierungen entgegen.