Grüner Wasserstoff: Reallabor am Start

vom 19.01.2021

Im baden-württembergischen Grenzach-Wyhlen ist am 1. Januar ein Reallabor der Energiewende gestartet. Der Fokus liegt dabei auf grünem Wasserstoff. „H2Wyhlen“ heißt das im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung geförderte Projekt. In den kommenden fünf Jahren soll eine Infrastruktur für grünen Wasserstoff ausgebaut und erprobt werden. Kernstück des Projekts ist eine bestehende „Power-to-Hydrogen-Anlage“, die um fünf Megawatt elektrischer Leistung erweitert und dann unter realen Bedingungen getestet wird.

Der Parlamentarische Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium Thomas Bareiß bezeichnete Wasserstoff als klimafreundlichen Energieträger, der ein essenzieller Baustein für eine erfolgreiche Energiewende sei, bei der Ökonomie und Ökologie im Gleichklang stehen. „Mit den Reallaboren der Energiewende fördern wir […] Projekte, die innovative und neue Energietechnologien unter realen Bedingungen erproben. […] [D]as Reallabor H2Wyhlen […] ist ein Testraum für eine lokale Energie- und Rohstoffversorgung mit strombasiertem Wasserstoff für Wohnquartiere, Industrieareale und regionale Wasserstoffkunden.“

Ziel der Reallabore ist es laut dem Bundeswirtschaftsministerium, den Transfer von Forschung in den Markt zu beschleunigen, indem Innovationen in industrierelevantem Maßstab unter realen Marktbedingungen in Testräumen erprobt werden können. In einem Ideenwettbewerb waren zwanzig Konsortien mit innovativen Ideen zur Energieversorgung der Zukunft nominiert worden, die jeweils mehrere Energietechnologien und Verbrauchssektoren verknüpfen. Mit H2Wyhlen geht das fünfte Reallabor der Energiewende an den Start.

www.bmwi.de