Heizkosten vor deutlicher Steigerung

vom 23.09.2025

Mieter sollten sich auf mögliche Heizkosten-Nachzahlungen einstellen. Laut einer Prognose der Beratungsgesellschaft co2online müssen sie für das laufende Jahr bis zu 15 Prozent mehr für Erdgas zahlen. Auch die Kosten für andere Heizarten ziehen an. 

Die durchschnittlichen Kosten für eine mit Erdgas beheizte 70-Quadratmeter-Wohnung könnten demnach um 15 Prozent auf etwa 1 180 Euro klettern. Bei Fernwärme prognostiziert der co2online-Heizspiegel einen Anstieg von zwei Prozent auf 1 245 Euro, bei Heizöl um drei Prozent auf 1 055 Euro. Heizen mit Holzpellets verteuert sich um ein Fünftel auf 740 Euro, Wärmepumpen verursachen fünf Prozent höhere Heizkosten (715 Euro). 

Hauptursachen für die Anstiege laut Heizspiegel sind höhere Energiepreise und der kalte Winter zum Jahresauftakt.

Noch ist hier aber nicht aller Tage Abend, denn neun von zehn Haushalten könnten ihre Kosten senken – und das durchschnittlich um etwa 400 Euro pro Jahr. Denn in vielen Haushalten bleibe einfaches Sparpotenzial ungenutzt. „Allein durch die richtige Einstellung der Raumtemperatur und der Heizkurve, das korrekte Stoßlüften bei heruntergedrehter Heizung und einen reduzierten Warmwasserverbrauch ließen sich kurzfristig bis zu zehn Prozent Energie sparen“. 

Noch hilfreicher seien technische Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich, ein Austausch von Heizungspumpen oder eine Dämmung von Heizungsrohren.

co2online geht davon aus, dass die Heizkosten in den kommenden Jahren insgesamt steigen werden. Neben der allgemeinen Preissteigerung liege dies auch an Entwicklungen der einzelnen Energieträger. Die Kosten beim Heizen mit Gas und Öl würden am stärksten steigen. „In 20 Jahren werden sie etwa dreimal so hoch sein wie heute“. Gründe seien vor allem der steigende CO2-Preis und höhere Netzentgelte wegen sinkender Kundenzahlen.

Bei Fernwärme und Holzpellets sei in den nächsten 20 Jahren mit einer Verdoppelung der Kosten zu rechnen. Am günstigsten entwickeln sich die Kosten beim Heizen mit Wärmepumpen. „Hier wirken bessere politische Rahmenbedingungen und eine steigende Stromproduktion aus erneuerbaren Energien kostendämpfend.“