Heizung: Wärmepumpen führen, Gasthermen verlieren

vom 11.08.2026

Foto: istock.com/Milan Sommer

Wärmepumpen gewinnen in Deutschland, trotz immer noch vorhandener ideologischer Widerstände, an Boden. Im ersten Halbjahr verkaufte die Heizungsbranche insgesamt 194.500 Geräte, laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie ein Zuwachs von 40 Prozent.

Gasheizungen behaupten zwar weiterhin den zweiten Platz (134.000 Geräte), die Nachfrage blieb allerdings allenfalls stabil (plus ein Prozent).

Deutlich in die Heiznische ordnen sich Biomasse (14.500 Einheiten) und Ölkessel (9.500 Einheiten) ein. Während die Verkaufszahlen der Biomasse-Anlagen weitestgehend stabil blieben, sank der Absatz von Ölheizungen um elf Prozent.

Besonders das kräftige Wachstum bei Wärmepumpen setzt laut BDH ein positives Signal. Für das gesamte Jahr rechnet der BDH nun mit dem Verkauf von rund 700.000 Heizungsanlagen.

Um die Modernisierung des Gebäudebestands weiter zu beschleunigen und die Klimaziele zu erreichen, brauche der Markt allerdings zusätzliche Dynamik, denn „[n]ach wie vor sind circa vier Millionen Heizungen älter als 30 Jahre“. Darüber hinaus entsprächen 40 Prozent der 21,5 Millionen Heizungen nicht dem Stand der Technik.

weiße Wärmepumpe vor einem Haus