Iberischer Blackout: Umspannwerk trug Schuld

vom 14.05.2025

Der Ausfall eines Umspannwerks in Granada war wohl der Auslöser für einen der größten Blackouts in der jüngeren europäischen Geschichte. Das teilte die spanische Energieministerin Sara Aagesen mit. Dies habe auch Sekunden später weitere Ausfälle in Badajoz und Sevilla zur Folge gehabt. 

Der Ausfall der drei Umspannwerke habe zu einem Erzeugungsverlust von 2,2 Gigawatt Strom geführt. Das wiederum soll eine Reihe von Netzabschaltungen ausgelöst haben. Zeitweise waren so fast ganz Spanien und auch Teile des benachbarten Portugal ohne Strom.

„Wir sind dabei, Millionen von Daten zu analysieren“. Die Ermittler würden einen Cyberangriff auf den Netzbetreiber REE, ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage oder eine unzureichende Netzkapazität als Ursache ausschließen. 

Spaniens Ausbau der erneuerbaren Energien, die einen immer größeren Anteil an der Stromerzeugung ausmachen, steht seit dem Stromausfall auf dem Prüfstand. Ebenso der Plan, bis 2035 aus der Atomenergie auszusteigen.

Kritiker halten es für möglich, dass ein Grund für den Stromausfall ein Mangel an sogenannter „Netzträgheit“ gewesen sein könnte, da der Anteil der Atomenergie und der fossilen Brennstoffe am spanischen Strommix relativ gering ist.

Aagesen verteidigte die Energiepolitik der Regierung indes. Die erneuerbaren Energien würden die Stromrechnungen für Haushalte und Unternehmen senken. In einer Zeit geopolitischer Instabilität sei eine größere Energieautonomie wichtig. „Ein Mix mit mehr erneuerbaren Energien verringert die externen Risiken“. 

Der Berliner Blackout wurde wohl von Linksextremisten verursacht.