IEA: Mehr Tempo beim Zubau erneuerbarer Energien nötig

vom 12.01.2024

Das bisherige Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien reicht nicht, um die auf der Weltklimakonferenz vereinbarten Ziele zu erreichen. Davon ist die Internationale Energieagentur (IEA) überzeugt. Trotz des beispiellosen Wachstums im vergangenen Jahr müssten die Staaten noch mehr tun, um die Kapazität an erneuerbarer Energie bis 2030 wie angestrebt zu erhöhen.

Auf der Weltklimakonferenz (COP28) hatten sich zahlreiche Staaten dem Vorhaben angeschlossen, ihre Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030 zu verdreifachen. Der Ausbau erneuerbarer Energiekapazitäten legte laut IEA-Daten 2023 im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 50 Prozent auf fast 510 Gigawatt zu. Dabei entfielen drei Viertel des Wachstums auf die Photovoltaik.

Laut IEA-Direktor Fatih Birol sei aktuell die wichtigste Herausforderung für die internationale Gemeinschaft, Finanzierung und Einsatz erneuerbarer Energien in vielen der Schwellen- und Entwicklungsländer voranzutreiben, die bei der Energiewende noch im Rückstand seien. Davon werde abhängen, ob das Ziel der Klimakonferenz erreicht werden könne. Der eingeschlagene politische Kurs ermögliche bislang ein Wachstum erneuerbarer Energiequellen bis 2030 um das Zweieinhalbfache. 

Das sei noch nicht genug, um das COP28-Ziel der Verdreifachung der erneuerbaren Energien zu erreichen, „aber wir kommen dem Ziel näher – und die Regierungen haben die nötigen Instrumente, um die Lücke zu schließen“. 

Netzengpässe behindern in immer größeren Umfang die Einspeisung erneuerbarer Energien.