Ist die Blackout-Gefahr real?

vom 18.02.2022

Deutschland ist auf einen längeranhaltenden Stromausfall nicht gut vorbereitet. Dieser Ansicht ist zumindest der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Wie der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sagte, seien wir „leider […] auf die Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls nicht ausreichend vorbereitet“.

Der GDV hat für ein entsprechendes Szenario Katastrophenschützer und Krisenmanager um ihre Einschätzung gebeten. Der einhellige Tenor: Ein Blackout zähle derzeit „zu den größten Risiken für unser Land“. Diese Einschätzung stammt nicht von irgendjemandem, sondern von Wolfram Geier, Abteilungsleiter für Risikomanagement und Internationale Angelegenheiten im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Auch von anderer, berufener Seite kommt keine Entwarnung: So sagt der frühere Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, dass Deutschland auf einen Blackout „überhaupt nicht vorbereitet“ sei. Er geht sogar noch weiter: Die Sensibilität für die Folgen sei in keiner gesellschaftlichen Gruppe vorhanden.

Von den Energieversorgern kommt Schützenhilfe unter Verweis auf die Energiewende. Diese stelle für die Energieversorger und Netzbetreiber einen permanenten Stresstest dar. Gravierende Stromausfälle habe es bislang zwar noch nicht gegeben, aber die Zahl der Eingriffe der Netzbetreiber zur Stabilisierung des Stromnetzes sei deutlich höher als vor Beginn der Energiewende.

Weitere Details und kritische Stimmen gibt es unter www.gdv.de/de/themen/news/blackout-vom-drohenden-kollaps-der-gesellschaft-82420.

Der Berliner Blackout wurde wohl von Linksextremisten verursacht.