Klima-Kipppunkt: Tauender Permafrost wohl unumkehrbar

vom 16.03.2022

Die Menschheit hat in den letzten Jahrhunderten eine enorme Menge an Wissen gesammelt. Und doch bemerken wir, wie wenig wir wissen, wenn es um Zusammenhänge rund um Mutter Erde geht. Immerhin nimmt hier die Datensammlung und -auswertung im Kontext der Bekämpfung des Klimawandels immer weiter zu. Das zeigt unter anderem auch eine Forschergruppe um Richard Fewster von der University of Leeds. Diese schaute sich die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Böden genauer an. Und dabei zeigte sich laut Berichten in den Fachmagazinen „Spektrum“ und „Nature Climate Change“: Das Auftauen der Permafrostböden in Europa kann wohl nicht mehr aufgehalten werden.

Das ist kein Befund, den man so ohne weiteres ignorieren sollte. Denn es handelt sich hierbei um einen von mehreren Kipppunkten des Klimageschehens. Taut dieser seit Jahrtausenden bis in große Tiefen auch im Sommer noch gefrorene Boden nämlich tatsächlich großflächig auf, werden dabei große Mengen bisher gebundener Treibhausgase freigesetzt.

Um die Folgen einzuschätzen, schauten sich die Forscher mehrere Szenarien genauer an. Selbst optimistische Annahmen konnten hierbei nicht verhindern, dass die Permafrostböden tauen. Ab 2040 sollen im Norden Skandinaviens und Finnlands unaufhaltsam klimatische Bedingungen herrschen, die die Permafrostböden zerstören.

Erster Kipppunkt erreicht?