195 Staaten stehen nach wie vor hinter dem Pariser Klimaabkommen. Doch in Bezug auf ihre Klimaschutzmaßnahmen sind die meisten säumig: Bis zum 10. Februar sollten die jeweiligen nationalen Pfade (Nationally Determined Contributions, NDC) zur Emissionsminderung bis 2035 vorliegen.
Wie der Fachinformationsdienst „Carbon Brief“ berichtet, legten nur zehn Staaten aktuelle NDC vor: Andorra, Brasilien, Ecuador, Neuseeland, die Schweiz, St. Lucia, Uruguay, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.
Pünktliche Lieferung ist indes nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität. Denn wie die Klimaforschungsgruppe „Climate Action Tracker“ nach einer Analyse der Dokumente mitteilte, seien diese teilweise als ungenügend für die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels zu bewerten.
Viele der säumigen Staaten stehen durchaus offen zu ihrem Versäumnis. Der für das Abkommen zuständige UNO-Generalsekretär Simon Stiell räumte bereits ein, es „ergebe Sinn, sich etwas mehr Zeit zu nehmen, um sicherzustellen, dass diese Pläne erstklassig werden“. Spätestens im September sollten die NDC aber unbedingt vorliegen, damit sie noch in einen Bericht zum Klimafortschritt aufgenommen werden können, der als Grundlage für die Klimakonferenz im brasilianischen Belém im November dienen soll.