Mobilität I: Ladestrom oftmals teurer als Benzin und Diesel

vom 26.04.2019

Das Laden von Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen ist nach wie vor oftmals noch kostenfrei. Dennoch: Teilweise sind kostenpflichtige Ladevorgänge teurer als das Tanken von Benzin oder Diesel. Das geht aus Berechnungen von BMW hervor.

Bezugspunkt ist dabei das Laden bzw. Tanken für eine Fahrstrecke von 100 Kilometern. Hierfür kostet der nötige Kraftstoff für einen BMW 320d in Deutschland durchschnittlich 6,38 Euro. Pro Kilowattstunde Ladestrom fallen etwa bei der Telekom-Tochter „Get Charge“ 89 Cent pro Kilowattstunde an. Beim BMW i3 kommt man so auf 15 kWh und Kosten von 13,35 Euro. Selbst an den Schnellladesäulen von Innogy bzw. EnBW kosten die entsprechenden Ladevorgänge mit 7,95 Euro bzw. 7,35 Euro mehr als das entsprechende Kraftstoffäquivalent. Die meisten Anbieter verlangten mindestens 39 Cent pro Kilowattstunde.

Bei „Get Charge“ begründete man den Preis von 89 Cent an vielen Ladesäulen mit den Kosten, die von den Betreibern der Stationen in Rechnung gestellt würden. Die Telekom fungiere als Roaming-Anbieter, der es Elektroauto-Besitzern ermöglicht, an Säulen unterschiedlicher Betreiber aufzuladen. Die Leiterin von „Get Charge“, Marcella Gäb, sagte der „Welt am Sonntag“, im Moment seien „die Preise unschön“. Bis zu 20 Euro pro Stunde Ladezeit würden der Deutschen Telekom von einigen Betreibern in Rechnung gestellt.

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