Der Verkehrssektor bleibt weiterhin das Sorgenkind der deutschen Klimapolitik. Die neuesten Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) verdeutlichen das erneut. Zwar wurden die Klimaziele, wie im Jahr zuvor, erneut übererfüllt, doch nicht dank des Verkehrsbereichs. UBA-Präsident Dirk Messner zufolge sorge ihn die zurückhaltende Nachfrage nach batterieelektrischen Autos.
Laut der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) lag der Anteil der Erneuerbaren Energien im Verkehr in Deutschland bei nur 7,2 Prozent. Dies bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2023. Die Erneuerbaren trugen insgesamt 42 Milliarden Kilowattstunden zum Endenergieverbrauch im Verkehr bei, sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Zwar wurde mit 9,2 Milliarden Kilowattstunden deutlich mehr Strom eingesetzt, der Absatz von Biodiesel ist dagegen um ein Fünftel gesunken.
Ende 2024 gab es in Deutschland 160.809 Ladepunkte, 35.939 davon zum schnellen Laden. Bis zum Jahr 2030 sollen eine Million öffentlich zugängliche Ladepunkte bereitstehen. In Bayern stehen die meisten Lademöglichkeiten bereit (31.309). Danach folgen Nordrhein-Westfalen (30.853) und Baden-Württemberg (27.611).
Wie die Erhebung „Mobilität in Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums zeigt, habe das Auto für die Menschen in Deutschland noch immer eine überragende Bedeutung. Der Anteil der Wege, den die Menschen mit dem Auto zurücklegten (ob als Fahrer oder Beifahrer), liegt bei 53 Prozent. Im Jahr 2017, bei der letzten Erhebung, lag der Wert bei 57 Prozent. Der Wegeanteil des öffentlichen Verkehrs stieg leicht von 10 Prozent im Jahr 2017 auf 11 Prozent der Wege im Jahr 2023. Der Radverkehr verharrt bei 11 Prozent. Lediglich der Anteil der reinen Fußwege steigerte sich von 22 Prozent im Jahr 2017 auf 26 Prozent im Jahr 2023.