NordStream 2 nicht vor Reaktivierung

vom 09.03.2025

Wird die noch intakte NordStream 2-Pipeline bald wieder russisches Erdgas gen Westen transportieren? Gerüchten zufolge wird hinter den Kulissen heftig um die Übernahme der Pipeline von ihrer praktisch insolventen Betreibergesellchaft gerungen. 

Regierungssprecher Steffen Hebestreit hat Spekulationen über eine mögliche Nutzung der russischen Gaspipeline Nord Stream 2 nun zurückgewiesen. Hebestreit betonte, dass „die Nord-Stream-2-Pipeline meines Wissens nicht zertifiziert ist und damit gar nicht genutzt werden könnte“. Solch eine Zertifizierung müsse über das deutsche Bundeswirtschaftsministerium laufen. Daher würde man das Projekt „nicht gegen den Willen der Bundesregierung auf den Weg bringen“. Es gebe dazu lediglich „hochspekulative“ Zeitungsberichte.

Die „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, dass ein enger Freund von Wladimir Putin mit Unterstützung von US-Investoren einen Neustart der russischen Gaspipeline nach Europa eingefädelt habe. Matthias Warnig ist deutscher Manager und ehemaliger Chef der Nord Stream 2 AG.

Demnach soll ein von den USA geführtes Investorenkonsortium die Grundzüge eines Post-Sanktionsgeschäfts mit Gazprom ausgearbeitet haben. Prominente Mitglieder der Administration von Donald Trump wüssten von der Initiative und sehen sie als Teil der Bestrebungen, die Beziehungen zu Moskau wiederherzustellen. Laut der „Bild“-Zeitung würden seit mehreren Wochen geheime Gespräche dazu geführt.

Warnig selbst bestreitet, mit dem vermeintlichen Vorgang etwas zu tun zu haben. Er sagte der „Financial Times“, er sei „an keinen Diskussionen mit amerikanischen Politikern oder Wirtschaftsvertretern beteiligt“. 

Strömt bald doch Erdgas durch NordStream 2?