Offshore-Auktion mit hohem Ertrag

vom 13.07.2023

Die Bundesnetzagentur hat erstmals Flächen für die Errichtung von Offshore-Windparks versteigert. Unter den Hammer kamen vier Flächen in Nord- und Ostsee. Dabei wurde laut BNetzA ein Erlös in Höhe von 12,6 Milliarden Euro eingespielt. Es war die weltweit bisher größte Ausschreibung von Flächen für Offshore-Windparks.

90 Prozent dieser Summe soll nun der Senkung der Stromkosten dienen. Jeweils fünf Prozent fließen in den Meeresnaturschutz und die Förderung einer umweltschonenden Fischerei. Die Inbetriebnahme der neuen Windparks auf den versteigerten Flächen ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

In der Auktion ging es um drei Flächen in der Nordsee, die für Windparks mit einer Leistung von jeweils 2.000 Megawatt vorgesehen sind, sowie eine Fläche in der Ostsee mit einer vorgesehenen Windpark-Leistung von 1.000 Megawatt.

Bei den erfolgreichen Bietern handelt es sich um die bp OFW Management 1 GmbH, die bp OFW Management 3 GmbH, die North Sea OFW N12-1 GmbH & Co. KG und die Baltic Sea OFW O2-2 GmbH & Co. KG. Hinter diesen Projektgesellschaften stehen die Mineralölkonzerne BP und Total Energies. Die erfolgreichen Bieter wollen die Windparks jeweils ohne gesetzlich garantierte Einspeisevergütung realisieren.

Wenn die neuen Windparks mit den vorgesehenen Leistungen 2030 ans Netz gehen, würde sich die Offshore-Leistung Deutschlands verdoppeln. Laut BNetzA-Präsident Klaus Müller sind die Auktionen ein wichtiger Schritt zur Erreichung des Offshore-Ausbauziels von 30 Gigawatt bis 2030.