Außenministerin Annalena Baerbock will beim Ausbau der Windkraft auf See enger mit den Ostseeanrainern zusammenarbeiten. Das machte sie beim Treffen der Außenminister der Ostseeanrainer (außer Russland) im norwegischen Kristiansand deutlich. Die Ostseeregion könne eine zentrale Rolle beim Ziel spielen, unabhängig von russischer Energie zu werden.
Die Bundesregierung übernimmt am 1. Juli turnusgemäß den Vorsitz im Ostseerat. Den Vorsitz will Deutschland für die Zusammenarbeit im Energiebereich nutzen. So könne es etwa eine erste gemeinsame Windkraftanlage geben. Windstrom solle fossile Energieträger ablösen und die europäische Abhängigkeit von Russland verringern. „Der Ausstieg aus fossilen Energien ist daher nicht nur eine klimapolitische Notwendigkeit, sondern auch ein sicherheitspolitisches Gebot“.
Aktuell sind in der deutschen sogenannten ausschließlichen Wirtschaftszone in Nord- und Ostsee 1.501 Windenergieanlagen in Betrieb, die eine Gesamtleistung von rund 7,8 Gigawatt erbringen. Bis zum Ende der Dekade will die Bundesregierung die Gesamtleistung auf 30 Gigawatt erhöhen, bis 2045 sollen es sogar 70 Gigawatt werden.