Vor gut anderthalb Wochen registrierten die Betreiber der Erdgaspipeline Balticconnector, die Erdgas von Estland nach Finnland transportiert, einen erheblichen Druckabfall. Bald stand fest: Offenbar gab es eine gezielte Beschädigung. Die finnische Polizei hat nun erste Ermittlungsergebnisse zu den Schäden an der Pipeline mitgeteilt. Offenbar sind die Schäden, anders als im Fall NordStream, nicht auf eine Explosion zurückzuführen. Dem finnischen Polizeivertreter Risto Lohi zufolge scheine der Schaden „durch eine mechanische Kraft verursacht worden zu sein“.
Die finnische Regierung hatte vor einer Woche erklärt, dass der zuvor festgestellte Schaden an der Balticconnector mit ziemlicher Sicherheit durch „äußere Einwirkung“ zustande gekommen sei. Wie der finnische Präsident Sauli Niinistö sagte, sei es „wahrscheinlich, dass der Schaden sowohl an der Gaspipeline als auch an dem Telekommunikationskabel das Ergebnis äußerer Einwirkung ist“.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sicherte sowohl Finnland, als auch Estland Unterstützung zu, sollte sich herausstellen, dass die Beschädigung der Pipeline ein „vorsätzlicher Angriff“ war. Stoltenberg erklärte, dass, sollte sich der Schaden an der Ostseeverbindung als Angriff auf kritische Infrastrukturen der Nato erweisen, die Nato geschlossen und entschlossen reagieren werde.