Das Bundeskartellamt hat den Einstieg von Porsche beim kriselnden Batteriehersteller Varta genehmigt. Dabei geht es um den Erwerb einer „nichtkontrollierenden Beteiligung an der Varta AG durch die Porsche AG“. Porsche erlange keine Kontrolle über Varta, vor allem keine Vetorechte über strategische geschäftspolitische Entscheidungen.
Damit kann Porsche auch die Mehrheit an der V4Drive Battery GmbH übernehmen, wo die Varta AG noch Minderheitsgesellschafterin bleibt.
Wie der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt ausführte, sei es in der fusionskontrollrechtlichen Prüfung darum gegangen, „ob das Vorhaben wettbewerbliche Bedenken hervorruft. Die können wir ausschließen.“
Die Porsche-Mutter Volkswagen und Varta seien auf unterschiedlichen Märkten tätig. Auch im Hinblick auf die Lieferketten seien „keine signifikanten wettbewerblichen Veränderungen zu erwarten“. Ohnehin sei Porsche bisher bereits der wesentliche Kunde von Varta für Lithium-Ionen-Batteriezellen im Automobilsektor.
Porsche will vor allem die Schlüsseltechnologie Batteriefertigung am Standort Deutschland erhalten. Perspektivisch sei geplant, die Batteriezellen aus der V4Drive-Produktion auch anderen Kunden „abseits von Porsche“ anzubieten.