Köln – Wasser war schon immer eine wertvolle Ressource. Das damit im Überfluss beschenkte Deutschland hat das bloß lange verdrängt. Auch deshalb hat das Forschungsprojekt CrowdWater, in das auch die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) Expertise eingebracht hat, mit zeitgemäßen digitalen Mitteln nach Wegen gesucht, das Wassersparbewusstsein wieder zu neuem Leben zu erwecken. Nach drei Jahren kontinuierlicher Arbeit endet das Projekt nun – und zieht eine positive Bilanz.
Das Forschungsprojekt CrowdWater ist, wie man so sagt, Geschichte: Über die letzten drei Jahren haben die Projektpartner unter Leitung des Fraunhofer FIT daran gearbeitet, Wege für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Wasser zu finden, Wassersparpotenziale in Deutschland kenntlich zu machen und eine insgesamt nachhaltige Wassernutzung zu erforschen. „Im Ergebnis entstand dabei unter anderem eine praxiserprobte digitale Plattform, die Wasserverbrauchs-, Umwelt- und Sensordaten für verschiedene Akteure nutzbar macht – ein bleibender Wert, der die Wasserwirtschaft noch lange begleiten wird“, ordnet Stefan Schulze-Sturm, Leiter Forschungsprojekte bei der ASEW, die Forschungsarbeit im Projekt ein.
Nachhaltigen Umgang mit Wasser stärken
Im Mittelpunkt standen dabei die frühzeitige Erkennung von Wasserverlusten, die intelligente Auswertung von Verbrauchsdaten sowie die Stärkung eines nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser. Dazu wurden unter anderem 53 Haushalte in einem Living Lab eingebunden, zahlreiche Sensoren installiert und innovative Dashboards für unterschiedliche Anwendergruppen entwickelt. „Das so im Projekt generierte Living Lab ermöglichte Forschung unter Realbedingungen. Die enge Kommunikation mit den Haushalten machte die Untersuchung nachhaltiger Wassernutzung und ihrer Anforderungen, aber auch der Bedürfnisse von Nutzerinnen und Nutzern möglich.“
Vorteile einer digitalen Wasserinfrastruktur
Die Projektergebnisse zeigen zudem den konkreten Nutzen digitaler Wasserinfrastrukturen: In den Pilotregionen konnten Wasserverluste besser identifiziert, ein Rohrbruch frühzeitig lokalisiert sowie Regen- und Bodendaten erfolgreich in kommunale Monitoring-Systeme integriert werden.
Bleibender Wert: WasserErklärer
Ergänzend erarbeitete CrowdWater unter Federführung der ASEW mit dem WasserErklärer eine Wissensplattform, die Informationen rund um Wasserverbrauch, Trinkwasser und nachhaltige Wassernutzung vermittelt. „Dieses Online-Tool kann von Wasserversorgern auf einfache Weise in die eigene Webpräsenz eingebunden werden und generiert hier fortlaufend Mehrwert für die Kundinnen und Kunden“, ist Richard Orth, Teamleiter Energieeffizienz bei der ASEW, überzeugt. „Die hohe Resonanz aus der Versorgungsbranche auf dieses Angebot sowie die Inhalte der CrowdWater-Webseite zeigen uns, dass die im Projekt entwickelten Ansätze wertvolle Impulse für die digitale Transformation der Wasserwirtschaft liefern.“
Weitere Informationen zum Projekt, den erzielten Ergebnissen sowie zum Living Lab finden Sie unter www.crowdwater.info, den WasserErklärer gibt es unter https://wasser.crowdwater.info.
ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit über 390 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.
Markus Edlinger
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