Köln – Deutschland ist ein wasserreiches Land. Und dennoch: Der sorgsame Umgang mit der Ressource Wasser ist auch hierzulande gerade deshalb nicht immer gegeben. Das Forschungsprojekt CrowdWater, an dem auch die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) beteiligt ist, hat sich ein/e crowdbasierte/s Monitoring und Vorhersage für nachhaltige Regen- & Trinkwassernutzung auf die Fahne geschrieben. Ein greifbares Ergebnis der Projektarbeit ist nun online gegangen: der WasserErklärer.
Wasser ist für unser Leben und für unsere moderne Gesellschaft essenziell. „Ohne kontinuierlichen, gesicherten Zugang zu Wasser ist das Leben, das wir in unserer modernen Industriegesellschaft führen, nicht denkbar“, gibt Stefan Schulze-Sturm, Leiter Forschungsprojekte bei der ASEW zu bedenken. „Umso wichtiger ist es, diese Grundlagen zu sichern. Im Forschungsprojekt CrowdWater haben wir gemeinsam mit den sechs Projektpartnern unter Führung des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik (Fraunhofer FIT) genau darum bemüht. Ziel war die Entwicklung einer dezentralen Datenplattform, die in Verbindung mit Messwerkzeugen und Software-Programmen zu einer nachhaltigeren Wassernutzung beitragen soll.“
Auch im wasserreichen Deutschland haben die meist kommunalen Wasserversorger mit wachsenden Herausforderungen zu kämpfen, die sich unter anderem aus den jetzt spürbaren Auswirkungen der fortschreitenden globalen Erwärmung ergeben. „Waren Dürren lange etwas, das weit weg passierte, sind mittlerweile erste Regionen Deutschlands von diesen betroffen“, ordnet Richard Orth, Teamleiter Energieeffizienz bei der ASEW, die aktuelle Lage ein. „Die Landwirte in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Mark Brandenburg waren in den letzten Jahren vermehrt damit konfrontiert. Dies und weitere Auswirkungen der globalen Erwärmung machen es nötig, den Menschen erneut die Bedeutung des Wassers und den sorgfältigen Umgang mit dieser essenziellen Ressource näherzubringen. Als Essenz der dreijährigen Arbeit im Rahmen von CrowdWater hat die ASEW kürzlich ein hierfür nutzbares Online-Werkzeug fertiggestellt: den WasserErklärer.“
Der WasserErklärer ermöglicht es speziell kommunalen Wasserversorgern, den eigenen Kundinnen und Kunden viele Zusammenhänge rund um die eigene Wasserversorgung näherzubringen. Dazu gehören unter anderem auch viele Fragen, die normalerweise von diesen direkt beim Unternehmen gestellt würden. Die Antworten auf die über Jahre gesammelten verbreitetsten Fragen finden sich im vielfältigen Tool. „Das erlaubt es Wasserversorgern, Kundenanfragen zu kanalisieren und gezielt zu steuern. Damit werden die eigenen Kundencenter gerade in Stoßzeiten entlastet“, so Schulze-Sturm.
Wasserversorger können den WasserErklärer kostenfrei auf der eigenen Webseite verlinken und so Kunden zugänglich machen. Auf Wunsch kann dieser auch den Regelungen des eigener Corporate Design angenähert werden. Dazu läuft aktuell ein interner Abstimmungsprozess.
Im Projekt Crowdwater arbeiten sechs Konsortialpartner unter Führung des Fraunhofer FIT zusammen. Das Projekt wird über die gesamte Projektlaufzeit vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Bei Interesse gibt es weitere Details (unter anderem auch zum Kostentrahmen) vom Leiter Forschungsprojekte der ASEW, Stefan Schulze-Sturm unter schulzesturm@asew.de.
ASEW-Profil
Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit über 390 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.
Markus Edlinger
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