Der Schweizer Solarkonzern Meyer Burger bereitet die Schließung seiner Modulproduktion in Deutschland vor. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, reagiere man damit auf die derzeitigen Verluste. An die Politik richtete das Unternehmen den Appell, Maßnahmen zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen zu ergreifen.
Sollte Meyer Burger ernstmachen, würde die letzte deutsche Solarmodulproduktion schließen. Das Werk im sächsischen Freiberg beschäftigt rund 500 Mitarbeiter.
Angesichts einer angespannten Marktlage rechnet Meyer Burger für das Geschäftsjahr 2023 mit einem operativen Verlust von mindestens 133 Millionen Euro. Bis das Unternehmen einen positiven Cashflow erzielen könne, nach eigenen Planungen frühestens 2025, brauche man Finanzmittel in Höhe von rund 477 Millionen Euro.
Wegen der kritischen Lage führt Meyer Burger mit dem Bundeswirtschaftsministerium aktuell Gespräche über mögliche Hilfen in Form finanzieller Garantien. Auch mit dem Energieministerium der USA sei man über mögliche Darlehen im Austausch.