PV-Ausbau: Noch viele Dächer sind frei

vom 06.04.2024

Aktuell werden nach einer längeren Durststrecke wieder vergleichsweise viele PV-Anlagen realisiert. Darauf weist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hin. Der KfW-Analyse „Das Potenzial für Haushaltsphotovoltaik in Deutschland“ zufolge betrug der jährliche Zubau zwischen 2013 und 2018 durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte. Seit 2020 ist dieser auf durchschnittlich 1,5 Prozentpunkte und 2023 sogar auf 3 Prozentpunkte geklettert.

Allerdings ist dabei die regionale Verteilung nicht gleichmäßig. So sei in vielen Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg und Bayern bereits auf mehr als 16 Prozent der Wohngebäude mit ein bis zwei Wohnungen eine Photovoltaik-Dachanlage installiert. Dagegen erreichten viele Städte und Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein eine Verbreitungsrate von weniger als acht Prozent.

Ein Ergbnis der Analyse: „Im Allgemeinen ist das Potenzial für weiteren Photovoltaik-Ausbau größer in städtischen, dicht besiedelten Regionen sowie in solchen mit einem hohen Durchschnittsalter der Bevölkerung. Informationsangebote und Werbeaktivitäten von Anbietern von Photovoltaik-Anlagen sind in diesen Regionen besonders vielversprechend“.

Bezüglich des Ausbaus von PV-Systemen zwischen einem und zehn Kilowatt konstatiert die KfW, könne es sinnvoll sein, Informationen über die Eignung von Dächern bereitzustellen oder, sofern schon vorhanden, stärker publik zu machen. Dies bezieht sich etwa auf Solarkataster, die in einigen Bundesländern bereits existieren.

Zudem könnten Handwerksbetriebe in den bisher schwach erschlossenen Gebieten ihr Angebot besonders bewerben. Des Weiteren empfiehlt die KfW, die regionale Verteilung stärker bei der Ausgestaltung von Investitionsanreizen zu berücksichtigen.

Energy Sharing hat nun eine gesetzliche Grundlage.