Die anziehenden Energiekosten befördern aktuell die Nachfrage nach Batteriespeichern. Nach Ansicht der Beratungsgesellschaft Consentec wird ihre Bedeutung für den Energiemarkt stark zunehmen. Der Grund: Bei anhaltend hohem Marktwachstum werden die Kosten für Speichersysteme merklich sinken.
Diesen Kernbefund legt Consentec in einer Studie dar, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und der Stiftung Umweltrecht wurden mehrere Szenarien für die Kostenentwicklung von PV-Batteriespeichern untersucht.
Im besten Fall seien bis 2040 Endkundenanschaffungspreise für PV-Batteriespeicher von 600 bis 700 Euro je Kilowattstunde möglich. Aktuell liegt der Preis für Speicher zwischen 5 und 15 Kilowattstunden bei 1.200 Euro je Kilowattstunde. Die Speicherkosten für selbst produzierten Solarstrom könnten parallel zwischen 2030 und 2040 auf unter 20 Cent je Kilowattstunde sinken. Insgesamt hänge die Wirtschaftlichkeit von Speichern stark von der Entwicklung des Haushaltsstrompreises sowie der darin enthaltenen Preisbestandsteile ab.
Der Speichermarkt hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Laut dem Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) stieg der Umsatz der Branche während der Coronapandemie um gut 30 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr gibt es Prognosen eines weiteren Wachstums bis auf 11,4 Milliarden Euro. Der Wegfall der EEG-Umlage könnte sich hier als Impuls erweisen.