PV & Wind: Drei gute Quartale

vom 10.10.2022

Die ersten neun Monate des Jahres waren gute Wind- und Sonnenmonate. Der Beitrag von Windrädern und PV-Anlagen zur Stromproduktion ist deshalb erneut deutlich gestiegen. Insgesamt verzeichneten beide Energieträger laut einer Auswertung des Internationalen Wirtschaftsforums für regenerative Energien (IWR) einen Zuwachs von 16 Prozent.

Besonders deutlich fällt dieser im Bereich Solarenergie aus: Die ersten drei Quartale des Jahres sahen hier ein Plus von 19 Prozent. Basis für diese Zahlen sind Daten der europäischen Netzbetreiber (ENTSO-E).

Demnach wurden von Januar bis Ende September 2022 insgesamt 49,52 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom in das Netz eingespeist. Das waren 19,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (41,55 Milliarden Kilowattstunden). Besonders gut lief es dabei im Juli: Die hohe Sonneneinstrahlung des Rekordsommers erbrachte eine Solarstromeinspeisung von 7,9 Milliarden Kilowattstunden. Das stellt einen neuen Stromerzeugungsrekord dar. Am 17. Juli wurde zudem mit einer Einspeiseleistung von 38.089 Megawatt ein neuer Leistungsrekord aufgestellt.

Auch die Windenergie entwickelte sich gut. Die deutschen Windräder produzierten im Zeitraum 89,4 Milliarden Kilowattstunden – ein Plus von 14,6 Prozent! Der Zuwachs fiel besonders im Januar und Februar an. Damals überquerten mehrere Sturmfelder Deutschland. Die Windräder an Land erzeugten 72,6 Milliarden Kilowattstunden (plus 17 Prozent), Offshore-Anlagen trugen 16,8 Milliarden Kilowattstunden (plus 5 Prozent) bei.

Insgesamt stieg die Produktion von Wind- und Solarenergie von Januar bis September 2022 um fast 20 Milliarden Kilowattstunden. Beide Energiequellen zusammen erzeugten insgesamt 138,9 Milliarden Kilowattstunden Strom – ein Plus von 16,1 Prozent (2021: 119,6 Milliarden Kilowattstunden).

Energy Sharing hat nun eine gesetzliche Grundlage.