Solar: Größter Zuwachs in 2020

vom 18.01.2021

2020 war ein gutes Jahr für die Solarenergie: Gut ein Viertel mehr Dächer als 2019 wurden mit Solarmodulen ausgestattet. Das geht aus einer vorläufigen Jahresbilanz des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW Solar) hervor. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig kann denn auch stolz sagen, dass, egal ob Solarzellen, Solarspeicher oder Solarkollektoren, 2020 „wurden sie unserer Branche geradezu aus den Händen gerissen“.

Nicht nur der BSW kann mit einem gewissen Stolz darauf verweisen, dass keine andere Energieform 2020 bei der Stromerzeugung stärker zugelegt hat als die Photovoltaik. Wie aus der Strommarktbilanz der Bundesnetzagentur hervorgeht, erzeugten Solaranlagen im vergangenen Jahr 45,8 Terawattstunden Strom. Das entspricht nicht nur einem Plus von 9,3 Prozent, zugleich steht Solarenergie damit auch für gut ein Zehntel (exakt 9,3 Prozent) der gesamten Nettostromerzeugung in 2020.

Im Oktober nahm die Solarenergie in Deutschland auch, fast unbemerkt, einen weiteren Meilenstein: Wie aus den Anfang Dezember veröffentlichten Daten der Bundesnetzagentur hervorgeht, ging die zweimillionste Solarstromanlage in Betrieb.

Für 2021 ist die Solarwirtschaft recht optimistisch gestimmt. Denn die Branche geht von guten Wachstumsvoraussetzungen im kommenden Jahrfünft aus: Laut Carsten Körnig erwarte man, dass die Bundesregierung noch vor der Bundestagswahl in Übereinstimmung mit der EU die Klimaziele und das Solarisierungstempo deutlich heraufsetze. Allerdings wäre laut dem BSW eine Verdoppelung oder Verdreifachung des jährlichen PV-Ausbautempos nötig, um das Aufreißen einer Stromerzeugungslücke zu verhindern.

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