Sozialverbände wollen Sperrmoratorium

vom 07.12.2022

740.000 Strom- und 174.000 Gassperrungen beauftragten EVU im letzten Jahr. Zumindest vorübergehend soll diese Möglichkeit entfallen. Das fordern deutsche Sozialverbände. Wegen der massiv gestiegenen Preise wünschen sie sich ein Moratorium für Energiesperren in den Wintermonaten. Das geht aus einem gemeinsam verfassten offenen Brief an Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt und die Ministerpräsident:innen hervor.

Die Unterzeichner des offenen Briefes befürchten, dass trotz der beschlossenen Preisbremsen viele Menschen die Energierechnung nicht bezahlen können. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Abfederung sozialer Härten erkennen sie durchaus als begrüßenswert an. Aber es überwiegt die Sorge, dass diese „nicht ausreichen oder administrativ zu spät kommen“, um betroffene Menschen vor einer Überlastung zu schützen.

Wie der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Rolf Rosenbrock, sagte, seien Energiesperren „[g]erade in der kalten Jahreszeit, in der viele Menschen daheim bleiben, […] grausam“. Deswegen plädiert der Paritätische Gesamtverband wie auch die anderen Unterzeichner dafür, den Empfehlungen der Expert:innenkommission Gas und Wärme zu folgen und ein Sperrmoratorium zu erlassen.

 

Die Strompreise bleiben trotz Wegfall der EEG-Umlage hoch