Strom & Gas: Mehr Sperrungen in 2021

vom 07.10.2022

Die Zahl der Sperrungen für Strom und Gas ist auch 2021 wieder gestiegen. Wie aus Zahlen für den neuen Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr rund 235.000 Sperrungen vollzogen; das ist ein Plus von gut zwei Prozent. Der neue Monitoringbericht soll Ende November veröffentlicht werden.

Im Detail offenbart sich ein deutlicher Unterschied: Die Zahl der Gassperrungen erhöhte sich um knapp 12 Prozent auf rund 27.000. Damit waren etwa 0,4 Prozent aller Strom- und rund 0,2 Prozent aller Gaskund:innen in Deutschland von Sperrungen betroffen.

Für das laufende Jahr gibt es noch keine Zahlen. Allerdings verlautete dazu, dass der Anstieg der Energiekosten im Jahr 2022 dazu führen könne, dass mehr Strom- und Gaskunden mit ihren Strom- und Gasrechnungen in Zahlungsverzug geraten. Dies könne letztlich zu einem Anstieg der Sperrungen führen.

Der Anstieg im vergangenen Jahr ist zumindest teilweise auf nachgeholte Sperrungen aus 2020 zurückzuführen. Durch Corona in finanzielle Nöte geratene Bürger hatten im ersten Corona-Jahr zeitweise ein sogenanntes Leistungsverweigerungsrecht. Ihnen mussten Zahlungen für Strom und andere Leistungen der Daseinsvorsorge gestundet werden. Ein Großteil der Lieferanten verzichtete zudem freiwillig auf Sperrungen ihrer Kunden. Auch im Jahr 2021 hat rund die Hälfte der von der Bundesnetzagentur befragten Strom- und Gaslieferanten auf eine Sperrung freiwillig verzichtet.

Der Rollout intelligenter Messysteme liegt im Soll.