Stromkosten: Unternehmen verschieben Investitionen

vom 27.07.2026

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Die in Deutschland weiterhin im Vergleich hohen Energiekosten beschäftigen deutsche Unternehmen sehr. Viele verschieben zunehmend Investitionen und erwägen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor.

Demnach sind bei fast der Hälfte der Unternehmen die Strompreise im vergangenen Jahr gestiegen, während sich Heizenergie bei mehr als zwei Dritteln der Unternehmen verteuerte.

Rund ein Drittel gab an, Investitionen wegen der hohen Energiekosten verschoben zu haben. Es ist der höchste Anteil seit mindestens 2024. Fast ein Fünftel erwägt, Kapazitäten in Deutschland abzubauen oder die Produktion ins Ausland zu verlagern oder hat dies bereits getan.

Für die Umfrage sprach die DIHK mit 3.100 Personen aus deutschen Unternehmen.

DIHK-Präsidenten Peter Adrian nannte es besorgniserregend, dass hohe Energiekosten inzwischen nicht nur die laufende Geschäftstätigkeit belasteten, sondern auch Zukunftsinvestitionen verhinderten. „Wer heute nicht investiert, verliert morgen an Innovationskraft, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.“

Auch das jüngste „Energiewende-Barometer“ der DIHK, das die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit misst, spiegelt das wider: Es sank 2026 auf minus 11,5 Punkte. Das entsprach einem Rückgang um drei Punkte gegenüber dem Vorjahr und war der erste Rückgang seit 2023. Die Skala reicht von minus 100 für „sehr negativ“ bis plus 100 für „sehr positiv“.