Das durch städtisches Wachstum und ungenügende Kapazitätsplanung vor dem Zusamenbruch stehende Stromnetz des brandenburgischen Oranienburg ist nun doch vor einem Kollaps gerettet. Wie die Stadt mitteilte, sei für den steigenden Energiebedarf eine Lösung gefunden worden.
Der Netzbetreiber Edis könne nun mehr Kapazitäten in seinem bestehenden Umspannwerk bereitstellen. „Zusätzlich dazu können voraussichtlich ab September 2024 für das Ortsnetz der Stadtwerke Oranienburg vorbehaltlich einer technischen Prüfung weitere Leistungserhöhungen durch Edis bereitgestellt werden“.
Ab Mai können die Stadtwerke dann auch wieder neue Haushalte an ihr Stromnetz anschließen. Die derzeitige Notlösung des Netzbetreibers muss allerdings noch weiter ausgebaut werden. „Um erneute Kapazitätsengpässe auszuschließen, bereiten die Stadtwerke den Bau eines temporären Ersatz-Umspannwerks vor.“
Als kurzfristige Lösungen wurden zwischenzeitlich auch die Installation von Batteriespeichern, Erzeugungsanlagen oder auch Vereinbarungen mit einzelnen Großkunden diskutiert.
Noch kürzlich hatte die Lage deutlich angespannter geklungen. Der Bundesnetzagentur hatten die Stadtwerke erklärt, den neuen Bedarf zu spät erkannt zu haben, so dass der Netzbetreiber Edis nicht mehr reagieren konnte.
Akut drohte laut Netzagentur trotz der Sofortmaßnahmen zwar keine Netzüberlastung, aber in den Wintermonaten hätte die Grenze des Machbaren erreicht werden können.