Die Strompreise in Deutschland gehören ohnehin bereits zu den höchsten weltweit. Im November erreichte der Strompreis für Haushaltskunden eine neue Rekordmarke: In der Grundversorgung kostet Strom Haushaltskundinnen und -kunden durchschnittlich 34,71 Cent pro Kilowattstunde. Strom war noch nie so teuer für Haushalte.
Normalerweise wäre das ein gutes Argument für einen Anbieter- oder zumindest Tarifwechsel, doch die Ersparnis fällt hierbei nicht so hoch aus wie in der Vergangenheit. Denn Kundinnen und Kunden zahlen im Schnitt für Neuverträge in den günstigsten Alternativtarifen mindestens 33,2 Cent pro Kilowattstunde. Für den durchschnittlichen Haushalt ergäbe das eine jährliche Ersparnis von nur 52,5 Euro. Der Hauptgrund für diese Preisentwicklung sind die hohen Großhandelspreise.
Auch international sind die deutschen Strompreise Spitze. Darauf weist das Vergleichsportal Verivox in einer Strompreis-Analyse von 133 Staaten hin. Dafür wurden kaufkraftbereinigte Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices ausgewertet. Dabei erreicht Deutschland Rang 15. Lediglich Rumänien und Tschechien rangieren in Europa noch jeweils einen Platz höher.
Die meisten anderen Staaten mit noch höherem Strompreis sind Entwicklungsländer wie Sierra Leone oder Burkina Faso oder krisengeschüttelte Staaten wie Mali. Der Unterschied zwischen dem erstplatzierten Ruanda und Deutschland beträgt fast 23,6 Cent je Kilowattstunde.