Studie: Deutsche wollen Strompreisbremse

vom 26.09.2021

Eine Mehrheit der Deutschen erwartet von der kommenden Bundesregierung deutliche Eingriffe in den Strommarkt, um den Preisanstieg bei Strom zu stoppen. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Innofact im Auftrag des Preisvergleichsportals Verivox hervor, die kurz vor der Bundestagswahl veröffentlicht wurde. Danach erwarten mehr als drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) eine Intervention des Bundes, um die Strompreise zu senken. Dafür würde etwa ein Dritte (31 Prozent) auch einen bemerkenswerten Preis zahlen: Den Ausstieg aus dem Atomausstieg. Das sind beachtliche 11 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Jahren!

Die Hälfte wünscht sich zumindest eine sinkende Abgabenlast. Allerdings herrscht hierbei eine weitgehend realistische Sicht auf die Dinge vor: 70 Prozent der Befragten rechnen nicht damit, dass Steuern und Abgaben auf Strom auch in der kommenden Legislaturperiode sinken werden. Der derzeitige durchschnittliche Strompreis von rund 30,54 Cent je Kilowattstunde stellt dabei eine wichtige Grenze dar: Für 60 Prozent der Befragten ist damit ihre Schmerzgrenze erreicht.

Laut dem Verivox-Energieexperten Thorsten Storck seien sich fast alle Parteien einig, „dass die hohen Strompreise für Verbraucher und die Industrie eine Belastung sind. Nach der Wahl sollte die Abgabenlast auf Strom deshalb zügig gesenkt werden, beispielsweise durch eine Abschaffung der EEG-Umlage oder eine Senkung der Stromsteuer“.

Hier geht es zur Studie

Die BNetzA hat den NEST-Prozess abgeschlossen.