Tübingen: Photovoltaik-Erzeugung wächst

vom 17.05.2020

Die Stadtwerke Tübingen bauen ihr Engagement im Bereich Photovoltaik deutlich aus. Drei neue Solarparks erzeugen ab sofort Energie für die Stadtwerke. Pro Jahr wächst damit die erzeugte PV-Strommenge um rund 14 Millionen Kilowattstunden. Zwei der neuen Stadtwerke-Solarparks liegen in Bayern, einer in Brandenburg. Insgesamt leisten die drei Kollektorflächen fast 13,3 Megawattpeak.

Der Zukauf steigert den Anteil regenerativer Erzeugung: 56 Prozent des gesamten Tübinger Strombedarfs decken die Stadtwerke so mittlerweile aus eigener Ökostrom-Erzeugung. Insgesamt erzeugen die Stadtwerke 223,5 Millionen Kilowattstunden regenerativer Energie pro Jahr.

Stadtwerke-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke zufolge füge sich der Kauf in die Gesamtstrategie der Stadtwerke nahtlos ein: „Mit dem Kauf […] zeigen […] [wir] Investitionsstärke und – fast noch wichtiger – dass wir auch in wirtschaftlich schwierigen Pandemie-Zeiten unseren Ausbaupfad fortsetzen“.

Eine Besonderheit kommt hinzu: Einer der drei neuen Solarparks ist von Beginn an unabhängig von der EEG-Förderung. Der Strom wird über ein Power Purchase Agreement (PPA) direkt vermarktet. Das ist möglich, weil die Gesamtkosten für die Produktion von Solarstrom deutlich unter den Kosten für Braunkohle-, Steinkohle- und Erdgaskraftwerken liegen. Die Stadtwerke streben perspektivisch zudem eine Direktvermarktung des erzeugten PV-Stroms an die eigenen Stromkunden an.

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