Die Ausgleichszahlungen für abgeregelte erneuerbare Erzeugungsanlagen sind 2024 mit 553,9 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Auch wenn die Summe hoch ist: 2021 fielen noch 807 Millionen Euro an.
Immerhin weist das auf Fortschritte beim Netzausbau hin. Der Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch indes nannte es absurd, dass Strom in Deutschland einfach „weggeworfen“ wird. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche müsse handeln und gemeinsam mit den Ländern den Netzausbau entschlossen vorantreiben.
Die Zahlungen fallen an, wenn regenerative Erzeugungsanlagen wegen drohender Überlastung des Netzes abgeregelt werden müssen.
Die Bundesregierung will die Strompreise langfristig um rund 5 Prozent senken. Ein Großteil der dafür geplanten Maßnahmen setzt bei den Abgaben an. Bei den Umstellungen, die direkt am System ansetzen, gab es indes zuletzt Kritik, dass sie nicht ausreichen könnten.