Das europäische Stromnetz ist ein wenig größer geworden. Das liegt daran, dass Moldau und die Ukraine angeschlossen wurden. Laut der EU-Energiekommissarin Kadri Simson sollen so die Stromversorgung beider Staaten stabilisiert werden und plötzliche Blackouts verhindert werden. In der Ukraine soll damit auch eine Folge des russischen Überfalls abgemildert werden. Denn aufgrund der Zerstörungen und anhaltenden Kämpfe fällt der Strom in ganzen Landesteilen immer wieder aus.
Der Netzanschluss war bereits seit längerem geplant, nach dem russischen Angriff hatte die Ukraine einen Notfallanschluss an das kontinentaleuropäische Netz erbeten. Die vereinigten europäischen Stromnetzbetreiber (Entso-e) hatten der Aufforderung der EU-Kommission nach einer 14tägigen Übergangsfrist entsprochen.
Energiekommissarin Simson machte darüber hinaus deutlich, dass die EU die Ukraine weiterhin im Energiebereich unterstützen werde. Dabei gehe es vor allem um Erdgas und andere dringend benötigte Energielieferungen.