Uniper: Rückzahlung von Hilfsgeldern gestartet

vom 05.11.2024

530 Millionen Euro: So viel zahlt das Energieunternehmen Uniper an den Bund. Es ist die erste Tranche der Rückzahlung der während der Energiekrise gezahlten Rettungssummen aus Steuergeldern. Gespeist wird die Rückzahlungssumme aus Schadensersatzzahlungen des russischen Staatskonzerns Gazprom.

Uniper habe zudem eine weitere Rückstellung für Zahlungen an den Bund gebildet, die mittlerweile knapp 2,5 Milliarden Euro wert sei. „Beide Zahlungen sind als Rückzahlungen an den deutschen Steuerzahler zu betrachten“.
 
Der Bund hatte den größten deutschen Gaskonzern nach dem russischen Gaslieferstopp 2022 wegen seiner überragenden Systemrelevanz mit Eigenkapital in Höhe von 13,5 Milliarden Euro vor der Insolvenz bewahrt. Aktuell hält der Staat noch 99,12 Prozent der Unternehmensanteile, muss diese nach EU-Recht aber bis 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren. 

Uniper scheint die Schwächephase mittlerweile üverwunden zu haben. Mit Stromerzeugung und Gashandel hat der Energiekonzern in den ersten neun Monaten unterm Strich knapp 1,3 Milliarden Euro verdient. Das bereinigte Nettoergebnis habe damit erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,7 Milliarden Euro gelegen. Laut Finanzvorstand Jutta Dönges habe das Unternehmen sich in einem zunehmend normalisierten Marktumfeld operativ stabil entwickelt. 

Die Preise der Grundversorgung sinken 2026.