Wärmepumpe: Branche rechnet mit kräftigem Schub

vom 21.01.2025

2024 war kein so gutes Jahr für den Absatz von Wärmepumpen. Nach dem Rekordjahr 2023 mit gut 360.000 verbauten Geräten ging der Absatz 2024 auf 193.000 Geräte zurück – ein Minus von 46 Prozent. Die Diskussionen um die plakativ „Heizungsgesetz“ genannte GEG-Novelle haben hier deutliche Spuren hinterlassen.

Doch für 2025 erwartet die Branche wieder deutlich bessere Zahlen. Optimistisch machen dabei den Bundesverband Wärmepumpe (BWP) vor allem aktuelle Zahlen zur Förderung neuer und zu sanierender Heizungen. So habe es 2024 mehr als 151.000 Förderzusagen nach der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) gegeben, davon allein gut 37.000 im Dezember. Laut dem BWP-Geschäftsführer Martin Sabel zeige das: „Die BEG-Förderung beginnt endlich zu wirken“.

Der BWP erwartet daher, dass sich der Markt bei einer Fortsetzung und weiteren Bekanntmachung der Förderung bereits 2025 erholen werde. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen hält der Verband eine Steigerung der Verkaufszahlen um 33 Prozent auf rund 257.000 Wärmepumpen für möglich.

Ein zusätzlicher Impuls könnten Entlastungen beim Strompreis sein. In den kommenden Jahren schließt der Verband sogar jährlich über 500.000 Geräte nicht aus. Dieses Ziel hatte die nun scheidende Bundesregierung gesetzt. 2030 seien weiterhin insgesamt mehr als fünf Millionen installierte Geräte in Deutschland möglich.

Der BWP beurteilt die aktuelle Fassung des GEG als „Aufbruchssignal“ für erneuerbare Energien. „Die Diskussion über eine Rücknahme der Regelungen löst bei Industrie, Handwerk und Gebäudeeigentümern deshalb vor allem Irritation aus“. Die Diskussion führe zu einer unnötigen und schädlichen Zurückhaltung am Wärmemarkt.