Wärmepumpen sind an sich bereits kleine Effizienzwunder. Je nach Wärmemedium und Auslegung erzeugen sie aus einer Kilowattstunde elektrischer Energie bis zu fünf Kilowattstunden Wärmeenergie. Damit sind sie deutlich effizienter als selbst Brennwertkessel mit Wärmerückgewinnung, die rechnerisch auf eine Effizienz von über 100 Prozent kommen.
Dank Forschern der Universität Oxford und des Regulatory Assistance Project, die Heizungen mit fossilen Brennstoffen und Wärmepumpen miteinander verglichen haben, wissen wir nun: Wärmepumpen sind bei kaltem Wetter doppelt so effizient wie Öl- und Gasheizungen. Dieses Ergebnis veröffentlichte kürzlich die Fachzeitschrift für Energieforschung „Joule“.
Demnach übertreffen Wärmepumpen gemessen an ihrer Leistung sogar bei Temperaturen um minus 30 Grad effizienzmäßig noch Öl- und Gasheizungen. Um dieses Ergebnis zu erhalten, werteten die Forscher Daten aus sieben Feldstudien in Nordamerika, Asien und Europa aus. Ein Schluss daraus: Wärmepumpen sind für fast alle Haushalte in Europa geeignet. Auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius waren sie zwei- bis dreimal effizienter als Öl- und Gasheizungen.
Wie der Mitautor des Joule-Beitrags Jan Rosenow im „Guardian“ erklärte, habe es eine Kampagne gegeben, „die falsche Informationen über Wärmepumpen verbreitete“. So seien dort auch Zweifel gestreut worden, ob Wärmepumpen bei kaltem Wetter überhaupt funktionieren. „Die Menschen wissen nicht viel über Wärmepumpen, daher ist es sehr leicht, ihnen Angst zu machen“.